Die Automobilzulieferindustrie beschäftigt in Deutschland mehr als 300.000 Mitarbeiter und ist mit etwa 220 Milliarden Euro Umsatz traditionell eine der wertbeständigsten Wirtschaftszweige hierzulande.

Jedoch bringen Corona, Brexit, geringe Fertigungstiefen bei der Entwicklung von Elektroautos, Digitalisierung, Überkapazitäten, schwächelnde Märkte und der anhaltende Kostendruck der Automobilhersteller immer mehr Zulieferer in Bedrängnis. So wird der Umsatz 2021 etwa 25% unter dem des Vorjahres liegen.

Die Zukunft der Automobilzulieferindustrie

Bei Continental beispielsweise sind in Deutschland 13.000 Arbeitsplätze gefährdet, bei Schaeffler 4.000, bei Brose 2.200. Eberspächer wird die Produktion von Standheizgeräten in Esslingen am Neckar bis 2022 einstellen. Es ist offenkundig, daß Hersteller in diesem Sektor ihre Abhängigkeit von der klassischen Automobilproduktion und den Automobilherstellern verringern müssen. Und auf öffentliche Subventionen sollte man sich eh besser nicht verlassen:

Eine aktuelle Untersuchung der Falkensteg-Beratungsfirma führt aus, dass Unternehmen in der Automobillieferindustrie mit einem Jahresumsatz von weniger als 500 Millionen Euro besonders stark betroffen sind.

Hierzu der VDA-Vorsitzende Müller:

„Die kleinen und mittleren Unternehmen der Zulieferindustrie müssen aufgrund ihrer sehr spezifischen Produkte neue Geschäftsfelder erschließen, wollen Sie weiter auf dem Markt bestehen.“

Die Fischer Gruppe – ein Familienunternehmen mit 2800 Mitarbeitern – verfolgt durch die Entwicklung neuer Produkte die Idee, mit diesen sich neue Märkte zu erschließen: So sollen zb. durch die Entwicklung modularer Stromerzeugungseinheiten mit Reformer-Methanol-Kraftstoffen neue Kundenkreise angesprochen werden. Beispielsweise könnten Telekommunikationssysteme in abgelegenen Gebieten anstelle von Dieselgeneratoren mit diesen Stromerzeugungseinheiten betrieben werden.

Wie kann man nun neue Märkte und Kundengruppen erschließen bzw. welche Herausforderungen ergeben sich hier?

Es geht ja nicht nur darum, das bestehende Geschäftsmodell auf andere Branchen zu übertragen, sondern es ist auch wesentlich, die oft ganz anderen Herausforderungen zu verstehen, die diese Industriezweige haben. Potenzielle Kunden, Zulieferer, Händler und neue Partner sind Schlüsselelemente für den Erfolg eines Unternehmens: Dank moderner Technologien sind die Zugriffe auf aktuelle Unternehmensinformationen heutzutage einfacher denn je zu bewerkstelligen wenn man sie denn einsetzt; In jedem Fall können für Unternehmen der Autozulieferindustrie einen wesentlichen Mehrwert ausmachen.

Hoch qualitative Geschäftsinformationen weisen hier den Weg in die Zukunft: